Ortsteile

 Zum Markt Pfaffenhausen gehören der Hauptort Pfaffenhausen sowie die Ortsteile Schöneberg, Egelhofen mit Heinzenhof und Mindelberg sowie Weilbach.

Ortsteil Schöneberg

Im Norden Pfaffenhausens liegt das Dorf Schöneberg an der Mindel und am Fuße des 614 Meter hohen Höhenberges, von dem aus man einen herrlichen Blick hat und in Richtung Süden weit ins Mindel-, Flossach- und Kammeltal sehen kann. Schöneberg ist immer noch landwirtschaftlich geprägt, beherbergt allerdings auch einen großen Metallbaubetrieb.

Der Ort ist um 1120 erstmals als „Schönenberck“ erwähnt und hat eine bewegte Geschichte. Kirchlich gehörte es lange Zeit zur Pfarrei Pfaffenhausen, ehe es im Jahre 1883 selbständige Pfarrei wurde. Danach wurde eine eigene Kirche gebaut, die dem heiligen Nikolaus geweiht ist.
Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform verlor das Dorf anno 1974 seine politische Selbständigkeit und wurde als Ortsteil in die Marktgemeinde Pfaffenhausen eingegliedert.  Mittelpunkt des Dorfes und der Dorfgemeinschaft ist das „Gemeindehaus“,  das aus der ehemaligen Dorfschule heraus entstand.

Schöneberg hat einen aktiven und erfolgreichen Sportverein, der auch eine moderne Sportanlage geschaffen hat und im Unterallgäuer Fußballsport eine besondere Rolle spielt.

Eine weitere Besonderheit ist die im Jahre 2003 in Betrieb genommene Feuchtgebietskläranlage, die als größte ihrer Art in ganz Deutschland Modellcharakter hat und aus der Dorfgemeinschaft heraus konzipiert und gebaut wurde. (Text: Josef Hölzle)

Ortsteil Egelhofen
Im Süden Pfaffenhausens erstreckt sich landschaftlich besonders schön  gelegen das Dorf Egelhofen, zu dem die Weiler Mindelberg und Heinzenhof sowie die Einöde Hertlehof gehören. Seine  Geschichte ist ab 1167 belegt. Jahrhundertelang gehörte das Dorf zum Kloster Rottenbuch, bis es nach der Säkularisation 1803 bayerisch und selbständig wurde. Kirchlich gehörte es über viele Jahrhunderte zur Pfarrei  Pfaffenhausen. Im Jahre 1950 übernahmen die „Missionare vom Kostbaren Blut“ vom Kloster Baumgärtle nach einem mit einer Erbschaft verbundenen Versprechen die Seelsorge bis auf den heutigen Tag. Die alte  Dorfkirche ist der heiligen Margareta geweiht.

Egelhofen ist landwirtschaftlich geprägt. In den letzten Jahren wurde ein kleines Baugebiet ausgewiesen, auf dem einige Neubauten entstanden, so dass das bisher geschlossene Dorf etwas ausgeweitet wurde. Gesellschaftlicher Mittelpunkt und zugleich Schützenheim ist das von der Dorfgemeinschaft erstellte Vereinsheim; die (Freizeit-) Sportler haben sich mit Hilfe der Marktgemeinde einen eigenen Sportplatz geschaffen.

Der Weiler Mindelberg umfasst nur wenige Häuser. Auf dem Mindelberg, einer beachtlichen Anhöhe (628 m) am Rande des Mindeltales, stand einst eine stolze Burg der „Mindelberger“, die jedoch vor langer Zeit verfallen und verschwunden ist. (Text: Josef Hölzle)

Der Weiler Heinzenhof gehörte früher zu Egelhofen, als dieses noch eine eigene Gemeinde war. Der kleine Ort bestand einst aus einigen Höfen und  hatte sogar eine Käsküche und eine Gastwirtschaft.

Heute gibt es nur noch einen einzigen aktiven Bauern auf dem „Heinzenhof“. Dessen ursprüngliches, historisches Wirtschaftsgebäude, das jahrelang leer stand, wurde anno 2003 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Es war zuvor durch moderne Gebäude ersetzt worden. Zum Weiler Heinzenhof gehört das Einzelgehöft „Hertlehof“, in dem schöne Ferienwohnungen und Urlaub auf dem Bauernhof angeboten werden. (Text: Josef Hölzle)

Ortsteil Weilbach

Der einwohnerbezogen kleinste Ortsteil des Marktes Pfaffenhausen ist Weilbach. Das Dorf liegt rund 1,5 Kilometer westlich von Pfaffenhausen im Kammeltal.

Historisch gesehen hat Weilbach eine bewegte Geschichte mit wechselnden Herrschaften. So gehörte es zeitweise dem Kloster Ursberg und der St. Jakobspfründe Augsburg. Es hatte sogar ein eigenes Schloss, das anno 1842 abgerissen wurde. Seit 1806 war Weilbach bayerisch und eine selbständige Gemeinde, ehe es im Jahre 1972 auf Wunsch der Bewohner in den Markt Pfaffenhausen eingegliedert wurde, zu dessen Schul- und Kirchensprengel es schon lange gehörte hatte. Das Dorf hatte früher eine Mühle und bis vor wenigen Jahren eine Gaststätte. Heute prägen noch etliche landwirtschaftliche Betriebe die Dorfstruktur.

Weilbach ist Haltestelle an der Regionalbahnstrecke Mindelheim – Krumbach.
Kirchlicher Mittelpunkt ist die St. Anna-Kapelle.

Als gesellschaftlicher und Vereinsmittelpunkt entstand vor einigen Jahren mit hoher Eigenleistung der Dorfgemeinschaft ein Schützenheim. (Text: Josef Hölzle)

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