Bauarbeiten auf dem DRW-Friedhof in Pfaffenhausen

Das Dominikus-Ringeisen-Werk und die St. Josefskongregation sanieren ihre Gedenkstätte. Was im Einzelnen geplant ist

Pfaffenhausen/16. Februar 2024 – Noch im Februar werden das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) und die Schwestern der St. Josefskongregation damit beginnen, ihren Friedhofsteil in Pfaffenhausen zu sanieren. Über die weitreichenden Maßnahmen informierte jetzt der Leiter der DRW-Region Unterallgäu Elmar Müller. „Unser Friedhof ist in die Jahre gekommen. Wir möchten ihn als historischen und aktuellen Gedenkort erhalten und ihn entsprechend für alle Friedhofsbesucher aufwerten“, so Müller.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk betreibt seit 1894 in Pfaffenhausen unterschiedliche Wohneinrichtungen sowie eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Schwestern der St. Josefskongregation, die in den Einrichtungen tätig waren und im 2022 aufgelösten Konvent in Pfaffenhausen lebten, wurden auf dem Friedhof zur Ruhe gebettet. Verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner der DRW-Einrichtung werden hier ebenfalls bestattet. Das Areal, das zur Stiftung Dominikus-Ringeisen-Werk gehört, grenzt mit seinen rund 1.200 Quadratmetern Fläche an zwei Seiten an den Gemeindefriedhof. Nach der Sanierung, so der Plan, wird nicht nur die bisherige Thuja- durch eine Ahornhecke ersetzt, sondern auch ein kleiner Platz angelegt und mit einem zentralen Erinnerungsstück sowie einer künstlerisch gestalteten Skulptur versehen worden sein. Erinnert werden soll auf diese Weise an die verstorbenen Schwestern und Priester, die für die betreuten Menschen da waren. „Der neu angelegte Friedhof wird zum Aufenthalt und zum Innehalten einladen“, so Elmar Müller. „Kugelbäume werden im Sommer Schatten bieten und Sitzbänke zum Ruhen und Verweilen einladen.“

Bis es jedoch soweit ist, wird ab dem 19. Februar zunächst schweres Gerät anrücken, um den Friedhof umzugestalten, das bisherige Lagergebäude abzubauen, die Bepflanzung zu entfernen, neue Pflanzlöcher auszuheben sowie Zugangswege anzulegen. In diesem Zuge werden auch die bisherigen Schwestern-Gräber eingeebnet. Elmar Müller: „Das ist notwendig, weil eine neue Wegeverbindung zwischen den gemeindlichen Friedhofsteilen im Süden und im Norden geschaffen werden soll. Der dazwischenliegende DRW-Friedhof wird künftig über neue Zugänge im Westen und Osten erreichbar sein. Die bisherigen südlichen Zugänge werden geschlossen.“ Die Grabflächen werden weiterhin in Reihen angelegt und mit einer einfachen, flächendeckenden Bepflanzung und Natursteintafeln mit den Namen der Verstorbenen ausgestattet. Die Urnenwand bleibt von den Umbaumaßnahmen unberührt, ebenso wie die Doppelgrabreihe auf der Westseite. Ausgeführt werden die Arbeiten durch die DRW-Eigenbetriebe Garten- und Landschaftsbau sowie den Bauhof gemeinsam mit Landschaftsarchitektin Melanie König aus Krumbach.

„Wir gehen davon aus, dass die während der Bauphase mit einem Bauzaun abgetrennte Fläche nach ungefähr sechs bis acht Wochen wieder zugänglich ist. Beerdigungen können jedoch auch in der Bauphase stattfinden.“ Mit Blick auf die Bevölkerung ist es Elmar Müller wichtig zu betonen: „Uns ist bewusst, dass diese Baumaßnahmen einen Einfluss auf die Friedhofsruhe haben. Mit Blick auf die zukünftige würdevolle Friedhofsanlage bitten wir um Verständnis für diese Maßnahmen.“

Das Dominikus-Ringeisen-Werk im Landkreis Unterallgäu begleitet über 130 Menschen mit geistiger Behinderung, Blindheit oder Sehbeeinträchtigung in zwei Wohneinrichtungen, einer Werkstatt für behinderte Menschen sowie einer Förderstätte in Pfaffenhausen und in Augsburg. Zur DRW-Region Unterallgäu gehören zudem das Seniorenzentrum St. Anna in Pfaffenhausen und die Wohneinrichtung St. Josef in Mindelheim. Hinzu kommen Angebote im Bereich „Ambulant betreutes Wohnen“ sowie in der „Offenen Behindertenarbeit“. Insgesamt engagieren sich ca. 400 Mitarbeitende in den Einrichtungen des DRW-Unterallgäu für Menschen mit Hilfebedarf.

Ihr Ansprechpartner:

Dominikus-Ringeisen-Werk

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Manuel Liesenfeld

08281 92-2075

www.drw.de

Hier finden Sie einen weiteren Informationsflyer zum Herunterladen

Text: Dominikus-Ringeisen-Werk